Bewegungsanalyse

Die Analyse der menschlichen Bewegung ist eine nicht-invasive Technik, die mit verschiedenen Geräten durchgeführt werden kann. Das Ziel besteht darin, die Kinematik und Kinetik zu messen und gleichzeitig alle anderen Informationen zu liefern, die zur Vervollständigung des biomechanischen Bildes der motorischen Bewegung nützlich sind.  Die Untersuchung ist objektiv, quantitativ und multifaktoriell und kann sowohl zur Untersuchung der durch eine bestimmte Pathologie bedingten funktionellen Einschränkungen als auch zur Verbesserung der sportlichen Leistung eingesetzt werden.

Die meisten Bewegungsanalyselabors sind mit Standardinstrumentarien ausgestattet (stereophotogrammetrisches System, elektromyographisches Signalanalysesystem und Kraftmessplattformen), die es dem Kliniker ermöglicht, Berichte mit Daten zu Raum-Zeit, Kinematik, Kinetik und Muskelaktivierung zu erhalten. Jede Bewegungshandlung muss jedoch individuell untersucht werden, um zu verstehen, welche biomechanischen Variablen sie beschreiben und die ihre Entwicklung und/oder Verbesserung erklären können. 
 

Abbildung 1 Konzepte, die Teil der Bewegungsanalyse sein können

Beispielsweise bietet Optogait die Möglichkeit, mehrere für jede Bewegungshandlung spezifische Raum-Zeit-Variablen zu erhalten. Sowohl bei der Analyse einer Serie von Sprüngen mit Gegenbewegung als auch bei der des Laufs sind die Flug- und Kontaktzeiten von grundlegender Bedeutung, aber im ersten Fall wird es wichtig sein, auch die Höhe der Sprünge zu kennen, während im zweiten Fall z. B. die Messung der Trittfrequenz im Vordergrund steht.  

Auf die gleiche Weise erlaubt die Integration von Gyko in Optogait beim Laufen und Gehen auch Informationen über die Haltungskontrolle zu erhalten, während es bei den Sprüngen wesentlich ist, die Dauer der exzentrischen und konzentrischen Phase und die Schätzung der RFD (Rate of Force Development) zu ermitteln.

Bei der Auswertung einer motorischen Bewegungshandlung ist es oft auch wichtig, die motorische Reichweite der Gelenke zu kennen, die ihre Ausführung ermöglichen und immer vom Inertialmessgerät Gyko geliefert wird.

Der kombinierte Einsatz der beiden Instrumente ermöglicht auch die Durchführung von Gelenkbeweglichkeitstests und statischen oder semi-statischen Gleichgewichtstests, die grundlegend sind, um die Aspekte, die die Ausführung jeder Bewegung bedingen, besser zu verstehen.

Die Bewegungsanalyse kann daher als ein großes Sammelsurium von Parametern betrachtet werden, die mit verschiedenen Instrumenten objektiv messbar sind und die alle zusammen zur vollständigen Beschreibung jeder motorischen Bewegungshandlung beitragen (siehe Abbildung 1).